Die Berliner Bezirks-Museen Tempelhof-Schönefeld setzen sich seit 2015 intensiv mit der Lokalvergangenheit auseinander und erarbeiten in Sonderausstellungen und Begleitpublikationen koloniale Stadtgeschichte – so auch die Geschichte der Sarotti-Werke in Tempelhof im frühen 20. Jahrhundert. Als Ausgang diente der Diskurs zum Sarotti-Logo, das erst 2004 abgeändert wurde.
Die Ausstellung beinhaltete prekäre Text- und Bildinhalte. Rassistische und antisemitische Begriffe wurden nicht geschwärzt, sondern via Durchstreichung visuell markiert. Während die Bilder in der Ausstellung hinter Abdeckern verborgen waren und der Akt des Aufdeckens und Schauens dem Publikum überlassen wurde, bildete die Frage nach der Adaption für die Broschüre ein Kernproblem – wie lassen sich solche Inhalte im Druckwerk abbilden? In diesem Fall wurde auf die entsprechenden Bilder ein transluzenter Layer gelegt, der das Bild überlagerte, aber nicht völlig verschleierte. Daneben steht jeweils ein Hinweis auf die unbearbeitete Bildersammlung am Ende des Bandes, die durch einen Kapiteltrenner eingeleitet wird.
2025
Broschüre, 68 Seiten zzgl. Umschlag, Klebebindung
Design-Adaption der Ausstellung, Gestaltungsraster, Layout und Satz